Theater


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Link zur Theater-Homepage von Frau Brunsch

http://www.kunst-frau.de/

 

 

Schulspiel

von

Gabriele Brunsch

Musikidee und Gesang: Robin Bergner

Text: Gabriele Brunsch

 

Es wirken mit:

  Kenni                                     Robin Bergner (M10)

Kennis Vater                          Dimitri Riss (M10)

Kennis Mutter                        Gala Woit (M10)

  Die „bösen“ Mädchen:

Theresa                                  Gala Woit (M10)

Anna                               Svetlana Hischenko (M10)

Manu                                      Deniz Yildirmis (M10)

  Lehrerin                                 Arlinda Aliu (9b)

Schulpsychologin                 Nadine Kostka (M10)

  Theresas Mutter                     Laura Putz (M9)

 

1. Akt:

Bei Kenni zu Hause

Kennis Mutter hat Klöße gekocht und wartet ungeduldig mit dem Essen auf Mann und Sohn. Sie ist eine junge Frau, die sich sehr für Mode und Fitness interessiert. Als der Vater und der Sohn nach Hause kommen und eigentlich friedlich essen sollten, entsteht große Unruhe. Der Vater nimmt einen Anruf auf seinem Handy entgegen und beginnt gleichzeitig mit seiner Frau, Kenni und seinem Freund am Telefon zu reden. Das häusliche Drama im Leben des Ken wird offenbar: Er lebt in einer Welt, in der ein jeder für sich und vor sich hinlebt und nur seinen eigenen Interessen nachgeht, ohne wirklich am Leben der anderen Anteil zu nehmen. Kenni ist ein stiller, nachdenklicher Junge, der keine Lust mehr hat an den Einkaufsfahrten der Eltern teilzunehmen. Er zieht es vor, allein zu bleiben.

 

2. Akt:

Auf der Straße

Theresa, Manu und Anna, sind in Kennis Klasse. Für sie ist absolut klar, dass Kenni ein langweiliger, blöder Streber ist. Sie können ihn nicht leiden. Sie mobben ihn regelmäßig. Kenni kommt die Straße entlang, ganz und gar versunken in seine Musik - er hört Rap von der superstarken Rapgruppe „Beckstreme“, natürlich! Er hat sich einen neuen i-Pod gekauft und hat die Welt um sich herum vergessen. Die Mädchen beginnen ihn zu belästigen. Sie verspotten ihn und schließlich wollen sie ihm den i-Pod abnehmen. Kenni ist nicht besonders schlagfertig, wenn die Mädchen in seiner Nähe sind. Im allerletzten Augenblick erscheint Theresas Mutter. Die „bösen“ Mädchen verwandeln sich scheinheilig in Engelchen und durch eine zufällige Frage der Mutter verstricken sie sich in einem Geflecht aus Lügen. Sie behaupten, Kenni habe sie belästigt.  Theresas Mutter entschließt sich sofort dazu etwas gegen diesen üblen Burschen zu unternehmen, der die armen unschuldigen Mädchen so widerlich „angemacht“ hat.

Die Mädchen sind ein wenig verunsichert, aber dann verabreden sie, bei ihrer Lüge zu bleiben. Kenni sei ohnehin zu feige sich richtig zur Wehr zu setzen.

Am Schluss tanzen sie ihren „chill-out“ Tanz.

 

3. Akt:

Einige Tage später bei Kenni zu Hause

 

Aus der Schule ist ein Brief gekommen. Die Mutter weiß mit dem Inhalt nichts anzufangen, der Vater liest ihn nicht einmal. Kenni möchte gerne mit dem Vater über seine Probleme sprechen, aber es gelingt ihm nicht, sich verständlich zu machen. Vater und Mutter planen zum Fitness zu gehen. Kenni bleibt allein zu Hause. Er ist ganz durcheinander. Die Welt ist ein Irrenhaus, sagt er. Er ist sehr verzweifelt. Wie soll er aus diesem Gewirr aus Lügen und Dummheit herauskommen. Als er sich im Sessel zurücklehnt, schläft er ein. In seinem Traum erscheinen ihm die drei Mädchen als Traumgestalten, die ihn umtanzen und niedermachen wollen. Er versucht sich mit Worten zu wehren, doch die Mädchen verspotten ihn nur. Als er aufwacht, da weiß er, was er machen wird: er beschließt einen Rap zu schreiben. Mit diesem Lied will er sich den ganzen Frust von der Seele schreien.

 

4. Akt:

Auf der Straße vor Kennis Haus

Kennis Lehrerin hat die Schulpsychologin um ein Gespräch gebeten. Die Vorwürfe gegen ihren Schüler sind so ungeheuerlich, dass sie vor der Konferenz noch einmal mit ihm reden möchte, um etwas über seine Sicht der Dinge zu erfahren. Als sie sich der Wohnung nähern, hören sie, dass drinnen laute Musik erklingt, und dass jemand singt. Sie lauschen den Worten, dann klingeln sie. Die Schulpsychologin ist erstaunt, als sie erfährt, dass Ken den Text zu diesem Lied allein geschrieben hat. Ihre Haltung ändert sich sofort. In diesem Augenblick erscheinen Theresas Mutter und die Mädchen. Die Mädchen haben schließlich doch Angst bekommen und zugegeben, dass Kenni ihnen gar nichts gemacht hat. Kenni singt den Rap noch einmal :

 

 

“Rap yourself free”

 

Alles Licht ist gelöscht und die Türen klatschen zu,

meine Einsamkeit, die rauscht und sie lässt mir keine Ruh...

schaut, ich sitze in der Welt, wie ein blinder Passagier,

und es stellt sich mir die Frage:

Mann, verdammt, was will ich hier?

 

Refrain: No, sag ich, Leute, no, I  rap myself free,

bin für Lügen keine Beute, denn ich beuge mich nie.

Ich geh gerade meinen Weg und mein Schlachtruf erklingt:

Yes, I  rap myself free, bis der ganze Saal hier singt.

 

Neid und bitterböse Feindschaft -  bau’n aus Lügen ein Gerüst.

Die Arroganz hat Flügel und sie schlägt mir ins Gesicht.

Die Dummheit ist ein Clown - der sich wild im Kreise dreht,

so grotesk und lächerlich - dass mir fast die Luft ausgeht...

 

Ja, ich renne in die Sonne, ja, ich renne in das Licht!

Ich fühl den Wind in den Haaren und den Regen im Gesicht,

Nein, ich lasse mich nicht binden, reiße alle Zäune ein,

Yes, I  rap myself free, - ...und der Sieg ist mein.

 

 

 

Leider hat es im Laufe der Proben zu diesem Stück einige Rollenwechsel gegeben. Erst zwei Wochen vor der Aufführung erklärte sich Galina Woit bereit eine Doppelrolle zu übernehmen.

Galina Woit, Deniz Yildirmis, Nadine Kostka und Svetlana Hischenko sind schon seit 5 Jahren Mitglieder der Schulspielgruppe. Dimitri Riss und Arlinda Aliu sind seit 3 Jahren dabei. Sie alle verlassen jetzt die Schule.

Mit diesem Stück geht eine Ära zu Ende.

Die Schule dankt diesen fleißigen Schülern für ihr aufopferndes Engagement!

 

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